Wie viel Koffein steckt im Latte macchiato? Entscheidend ist der Espresso

Der Koffeingehalt eines Latte macchiato hängt vor allem vom verwendeten Espresso ab. Warum mehr Milch die Koffeinmenge nicht senkt und welche Fragen beim Bestellen helfen.

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Meraki Espressomaschine mit rundem Display und Dampflanze neben Milchkännchen und Tamper vor einem hellen Fenster.

Ein Latte macchiato enthält im Wesentlichen so viel Koffein wie der Espresso, der hineingegeben wird. Mehr Milch macht ihn milder, senkt aber nicht die gesamte Koffeinmenge im Glas. Wie viele Milligramm es tatsächlich sind, hängt von der Kaffeedosis, den Bohnen und der Zubereitung ab. Deshalb lässt sich der Koffeingehalt weder am großen Glas noch an der hellen Farbe zuverlässig erkennen.

Für eine erste Orientierung nennt das Bundesinstitut für Risikobewertung bei den Koffeingehalten typischer Getränke etwa 80 mg für 60 ml Espresso. Das ist ein Richtwert für diese Beispielportion, keine feste Angabe für jeden Espresso oder jeden Latte macchiato.

Warum die Espressoportion wichtiger ist als die Glasgröße

Ein Latte macchiato besteht aus warmer Milch, Milchschaum und Espresso. Im Café kann ein großes Glas einen einzelnen Espresso enthalten, aber auch einen doppelten. Beide Getränke sehen ähnlich aus. Für die Koffeinmenge macht das verwendete Espressorezept jedoch einen erheblichen Unterschied.

Auch die Bezeichnung „ein Shot“ ist nicht überall eindeutig. Manche Cafés teilen einen Bezug aus einem Doppelsieb auf zwei Tassen auf. Andere verwenden den gesamten Bezug für ein Getränk. Am hilfreichsten ist deshalb die Frage: „Kommt ein einfacher oder ein doppelter Espresso hinein?“

Zubereitung Was sich über das Koffein sagen lässt
Eine Espressoportion mit wenig Milch Die Koffeinmenge kommt aus dieser Espressoportion.
Dieselbe Espressoportion mit mehr Milch Die Gesamtmenge bleibt gleich; das Getränk wird stärker verdünnt.
Zwei gleiche Espressoportionen mit Milch Die Koffeinmenge addiert sich aus beiden Portionen.
Eine unbekannte Espressoportion im Café Ohne Angaben zum Rezept ist nur eine grobe Einschätzung möglich.

Wenn eine Espressoportion beispielsweise 70 mg Koffein enthält, enthält der fertige Latte macchiato ebenfalls ungefähr 70 mg – unabhängig davon, ob du 150 oder 220 ml normale Milch hinzugibst. Zwei identische Portionen ergeben ungefähr 140 mg. Diese Zahlen veranschaulichen nur die Rechnung; sie sind keine Messwerte für ein bestimmtes Café oder eine Meraki Maschine.

Espresso fließt aus einem bodenlosen Siebträger ins Glas, mit dem Hinweis „Rotationspumpe · 9 Bar“.

Mehr Milch bedeutet weniger Koffein pro Schluck, nicht pro Glas

Milch verdünnt den Espresso. Dadurch sinkt bei einem gleichmäßig vermischten Getränk die Koffeinkonzentration, während die insgesamt enthaltene Menge gleich bleibt. Trinkst du das ganze Glas, nimmst du weiterhin das Koffein der gesamten Espressoportion auf.

Das erklärt auch, warum ein Latte macchiato mild schmecken und trotzdem genauso viel Koffein enthalten kann wie ein kräftiger Cappuccino. Milchmenge, Kaffeedosis und Geschmack sind verschiedene Größen. Bei einem geschichteten Latte macchiato sind zudem nicht alle Schlucke gleich zusammengesetzt.

Welche Faktoren den Koffeingehalt verändern

Die Bohnen und die Kaffeedosis

Robusta enthält üblicherweise mehr Koffein als Arabica. Zwei Espressi aus unterschiedlichen Mischungen können daher trotz gleicher Getränkemenge verschiedene Koffeingehalte haben. Auch die eingesetzte Menge Kaffeemehl zählt: Ein Doppelsieb mit einer größeren Dosis ist eine andere Ausgangsbasis als ein Einzelsieb.

Das Bundeszentrum für Ernährung erläutert die Unterschiede zwischen Arabica und Robusta sowie den Koffeingehalt der Bohnen. Für deine Tasse bleibt aber zusätzlich entscheidend, wie viel Kaffee verwendet und wie er extrahiert wird.

Das Espressorezept

Ausgabemenge und Extraktion beeinflussen, welche Stoffe in die Tasse gelangen. Ein kurzer Bezug ist deshalb nicht automatisch koffeinarm, und doppelt so viel Flüssigkeit bedeutet nicht automatisch doppelt so viel Koffein. Die 80 mg aus der BfR-Beispielportion solltest du auch nicht einfach halbieren, um einen verlässlichen Wert für jeden 30-ml-Espresso zu erhalten.

Zu Hause hilft es, zuerst ein geschmacklich stimmiges Rezept festzulegen und den Espresso-Mahlgrad passend zu Dosis und Ausbeute einzustellen. Das macht die Zubereitung nachvollziehbarer, ersetzt aber keine Koffeinmessung.

Latte macchiato, Cappuccino oder Flat White: Was hat mehr Koffein?

Bei gleichem Espresso ist die Koffeinmenge gleich. Ein Flat White wird häufig mit einem doppelten Espresso serviert und kann deshalb mehr Koffein enthalten als ein Latte macchiato mit einem einfachen Espresso. Das ist aber eine Frage des Rezepts, keine feste Rangfolge der Getränkenamen.

Beim Bestellen sind drei Fragen nützlicher als ein Blick auf die Tassengröße: Wie viele Espressoportionen sind enthalten? Wird beim größeren Getränk zusätzlicher Espresso verwendet? Gibt es eine entkoffeinierte Variante?

Wie du einen Latte macchiato mit weniger Koffein zubereitest

Wenn du die Koffeinmenge senken möchtest, ändere die Kaffeebasis: Verwende eine kleinere Espressoportion oder entkoffeinierte Bohnen. Zusätzliche Milch verändert vor allem den Geschmack. Entkoffeiniert bedeutet allerdings nicht vollständig koffeinfrei; das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erläutert den Restkoffeingehalt entkoffeinierter Kaffees.

Bereitest du deinen Latte macchiato mit der Meraki Espressomaschine zu, halte Bohnen, Kaffeedosis und Espresso-Ausbeute fest. So kannst du Milchmenge und Geschmack gezielt verändern. Die integrierten Waagen erfassen Gewichte, keinen Koffeingehalt.

Schwarze Meraki Espressomaschine mit integriertem Mahlwerk, Milchkännchen und Siebträger auf einer weißen Arbeitsplatte.

Häufige Fragen zum Koffein im Latte macchiato

Hat ein großes Glas automatisch mehr Koffein?

Nein. Es kann einfach mehr Milch enthalten. Mehr Koffein ist vor allem dann zu erwarten, wenn zusätzlich Espresso hineinkommt.

Hat Latte macchiato mit Haferdrink weniger Koffein?

Bei derselben Espressoportion bleibt die Koffeinmenge im Wesentlichen gleich. Ob du normale Milch oder einen ungesüßten, nicht koffeinhaltigen Pflanzendrink verwendest, ändert die Kaffeebasis nicht.

Kann ich den Koffeingehalt am bitteren Geschmack erkennen?

Nein. Röstung, Extraktion und Milchmenge beeinflussen den Geschmack. Bitterkeit ist kein verlässliches Messgerät für Koffein.

Was sollte ich für meinen nächsten Latte macchiato beachten?

Schau zuerst auf den Espresso: seine Portion, die Bohnen und das Rezept. Wenn du nur einen milderen Geschmack möchtest, kannst du die Milchmenge anpassen. Wenn du weniger Koffein möchtest, muss sich die Kaffeebasis ändern.